Alternative Wohnformen

Neue Lebensmodelle und damit einhergehend eine vielfältige Nachfrage an Wohnraum, ein nachhaltiger Umgang mit allen Ressourcen, der demographische Wandel, aber auch die vielerorts massiv steigenden Kosten beim Grundstückserwerb und Bau bedingen neue Antworten bei der Entwicklung von Wohnraum. Hier sind gerade im ländlichen Raum zukunftsweisende Strategien jenseits monostruktureller Neubausiedlungen mit Einfamilienhäusern notwendig.

Wohnen neu gelebt

DAS EINFAMILIENHAUS – ALS DAS WOHNMODELL?

Der in den letzten Jahrzehnten im ländlichen Raum geschaffene Wohnraum, weit überwiegend in Einfamilienhäusern, bedient vor allem die klassische Kleinfamilie mit Kindern. Junge Erwachsene, die ihre Elternhäuser verlassen möchten, Familien in Trennung oder Patch-Work, können oder wollen sich die Miete oder den Kauf eines Einfamilienhauses nicht leisten. Auch für ältere Menschen ist das Einfamilienhaus in einer im ungünstigen Fall nur per PKW erreichbaren Siedlung kein gutes Angebot. Im Alter wird zudem das Haus häufig zu groß, der Unterhalt anstrengend. Der demographische Wandel führt zwangsläufig zu einem steigenden Bedarf an altengerechtem Wohnen, der nicht in „Seniorenresidenzen“ aus den Orten „ausgelagert“ werden sollte. Eine Schlüsselrolle kommt in den nächsten Jahren somit dem Schaffen von kleineren, barrierearmen Wohneinheiten zu, aber auch den Umbauten bestehender Häuser.

BEDARFSGERECHTE WOHNMODELLE

Viel besser ist das Wohnen dort, wo im unmittelbaren Umfeld Besorgungen erledigt und Nachbarn im gemeinschaftlich organisierten Miteinander um Gefälligkeiten gebeten werden können. Das ist in der Regel innerorts. Der Grad der Gemeinschaft kann dabei variieren vom klassischen Mehrfamilienhaus mit Miet- und Eigentumswohnungen, über Wohnprojekte aus Baugemeinschaften bis hin zu Wohngemeinschaften für Jung und Alt. „Unter einem Dach“ kann auf sehr viele Bedarfe reagiert werden: vom Wunsch nach dem Wohnen für eine begrenzte Zeit für Auszubildende oder Berufseinsteiger, über langfristiges Wohnen für jedes Alter bis hin zu Formen des betreuten Wohnens. Selbst die Wünsche nach den Qualitäten eines Einfamilienhauses oder Kombinationen aus Wohnen und Arbeiten können in einem Gebäudeensemble als eine Art „Haus im Haus“ umgesetzt werden. Wird die Hausgemeinschaft gefördert durch gemeinschaftlich genutzte Höfe, Gärten, Werkstätten und Gemeinschaftsräume, entsteht von Beginn an ein generationenübergreifendes Netz der gegenseitigen Unterstützung.

 

Barrierefrei

Wussten Sie, dass nur rund 1% des Wohnraumbestandes in Deutschland 2009 barrierearm waren? Bis 2030 wird von einem Bedarf bundesweit von rund 2,9 Millionen altersgerechten Wohnungen ausgegangen.


DAS EINFAMILIENHAUS – ALS DAS WOHNMODELL?

Der in den letzten Jahrzehnten im ländlichen Raum geschaffene Wohnraum, weit überwiegend in Einfamilienhäusern, bedient vor allem die klassische Kleinfamilie mit Kindern. Junge Erwachsene, die ihre Elternhäuser verlassen möchten, Familien in Trennung oder Patch-Work, können oder wollen sich die Miete oder den Kauf eines Einfamilienhauses nicht leisten. Auch für ältere Menschen ist das Einfamilienhaus in einer im ungünstigen Fall nur per PKW erreichbaren Siedlung kein gutes Angebot. Im Alter wird zudem das Haus häufig zu groß, der Unterhalt anstrengend. Der demographische Wandel führt zwangsläufig zu einem steigenden Bedarf an altengerechtem Wohnen, der nicht in „Seniorenresidenzen“ aus den Orten „ausgelagert“ werden sollte. Eine Schlüsselrolle kommt in den nächsten Jahren somit dem Schaffen von kleineren, barrierearmen Wohneinheiten zu, aber auch den Umbauten bestehender Häuser.

BEDARFSGERECHTE WOHNMODELLE

Viel besser ist das Wohnen dort, wo im unmittelbaren Umfeld Besorgungen erledigt und Nachbarn im gemeinschaftlich organisierten Miteinander um Gefälligkeiten gebeten werden können. Das ist in der Regel innerorts. Der Grad der Gemeinschaft kann dabei variieren vom klassischen Mehrfamilienhaus mit Miet- und Eigentumswohnungen, über Wohnprojekte aus Baugemeinschaften bis hin zu Wohngemeinschaften für Jung und Alt. „Unter einem Dach“ kann auf sehr viele Bedarfe reagiert werden: vom Wunsch nach dem Wohnen für eine begrenzte Zeit für Auszubildende oder Berufseinsteiger, über langfristiges Wohnen für jedes Alter bis hin zu Formen des betreuten Wohnens. Selbst die Wünsche nach den Qualitäten eines Einfamilienhauses oder Kombinationen aus Wohnen und Arbeiten können in einem Gebäudeensemble als eine Art „Haus im Haus“ umgesetzt werden. Wird die Hausgemeinschaft gefördert durch gemeinschaftlich genutzte Höfe, Gärten, Werkstätten und Gemeinschaftsräume, entsteht von Beginn an ein generationenübergreifendes Netz der gegenseitigen Unterstützung.

GENERATIONENGERECHTES WOHNEN

Ziehen „Best-Ager“ in diese skizzierten Alternativen um, so werden bestehende Einfamilienhäuser frei, die wiederum von jungen Familien, oder von den eigenen Kindern bezogen werden können, ohne dass diese „neu bauen“ müssen. Ziel jeder Ortsentwicklung sollte sein, auf diese Weise den Bestand an Einfamilienhäusern in Rotation auf dem heutigen Stand zu halten.

ALLES EINE FRAGE GUTER PLANUNG

Aller Vernunft zum Trotz werden aber heute und auch in naher Zukunft Einfamilienhäuser gebaut. Hier kommt der Flexibilität der Grundrisse eine besondere Rolle zu. Konventionelle Grundrisse lassen eine spätere räumlich geteilte Nutzung eines Hauses kaum zu. Plant man die flexible Nutzung jedoch von Beginn an entsprechend ein, so kann ohne große bauliche Eingriffe und Kosten aus einem Einfamilienaus plötzlich das Zweifamilienhaus oder aber ein bis zwei kleinere Wohneinheiten zusätzlich entstehen, die vermietet werden können. Eine langfristige flächen- und kostenschonende Nutzung ist auf diese Weise gesichert.

GEMEINSCHAFTLICH BAUEN

Gemeinschaftliches Bauen wird in den Ballungsräumen schon zahlreich umgesetzt, vor allem aus Kostengründen. Bauen in Baugemeinschaft bedeutet, gemeinsam mit anderen zu planen. Auf diese Weise können Kosten für Planung und Haustechnik gesenkt, bestimmte Räume gemeinschaftlich genutzt werden und trotzdem der Traum vom individuellen Eigenheim erfüllt werden. Weiterführende Informationen zu verschiedenen Alternativen finden sich untenstehend.