Erlebnis der virtuellen Art

24. Juli 2023

In der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel lassen sich Streuobstwiesen nun per Smartphone erkunden.

Wer oder was tummelt sich auf einer Streuobstwiese? Warum ist sie so wichtig für Bienen, Hummeln und Pflanzen? Diese und andere Fragen rund um die Streuobstwiese beantwortet in der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel seit kurzem das „Virtuelle Naturerlebnis“. Auf ausgewählten Obstangern werden in Zukunft Tafeln stehen, die mit Texten, Bildern und weiterführenden QR-Codes Informationen zum Thema bereithalten. Die offizielle Eröffnung des „Virtuellen Naturerlebnis“, das im Rahmen des Forschungsvorhabens „Digitales Alpendorf“ entstanden ist, fand am Montag, den 24. Juli 2023, auf dem Lapperanger in Kirchanschöring statt – im Beisein von Bürgermeister Hans-Jörg Birner, ILE-Umsetzungsbegleiterin Alexandra Huber, Kreisfachberater Markus Breier, Florian Seestaller (1. Vorsitzender des Kreisverbands Traunstein für Gartenkultur und Landespflege), Projektleiter Frank Edenharter vom Technologie Campus Grafenau (TCG) und Projektmitarbeiter Tobias Ruscheinski (TCG).

Wie spannend das Thema „Streuobstwiese“ sein kann, davon durften sich gleich nach der offiziellen Eröffnung die Viertklässler der Kirchanschöringer Grundschule überzeugen. Zusammen mit ihrer Lehrerin erkundeten die Kinder den Lapperanger. Gebannt lauschten die kleinen Gäste Tobias Ruscheinski vom TCG, der im Projekt „Digitales Alpendorf“ für die Umsetzung des „Virtuellen Naturerlebnis“ verantwortlich gewesen ist. Der Projektmitarbeiter stellte die einzelnen Themenfelder vor, die auf den Infotafeln und auf der Webseite des Kreisverbandes Traunstein zu finden sind. Spannend fanden es die Kinder, dass sie nicht nur Wissenswertes zu verschiedenen Obstsorten, Vögeln oder Insekten auf den Tafeln ablesen können, sondern weiterführende Infos erhalten, wenn man mit einem Smartphone den auf der Tafel aufgedruckten QR-Code scannt. Der Code leitet zur Wissensplattform „Virtuelles Naturerlebnis“ weiter, das auf der Seite des Kreisverbandes Traunstein integriert ist. Dort kann man beispielsweise die Entwicklung eines Apfels von der Blüte bis zur reifen Frucht im virtuellen Zeitraffer beobachten – eine von mehreren technischen Raffinessen, die auf der Webseite zu erleben sind. Nachdem die Schülerinnen und Schüler viel Neues über Streuobstwiesen gelernt hatten, durften sie sich beim „Apfellauf statt Eierlauf“ austoben. Am Ende gab es für alle kleine Geschenke: Malbücher, Äpfel vom Bio-Michi, Samenbomben und Flyer mit Infos zum Projekt. Einige der Kinder waren so begeistert, dass sie beschlossen hatten, am selben Nachmittag auf den Lapperanger zurückzukehren, um mit ihren eigenen Smartphones das „Virtuelle Naturerlebnis“ nochmals genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Plattform ist ebenfalls unter https://www.garten-traunstein.de/virtuelles-naturerlebnis/ abrufbar und ist im Rahmen des Forschungsvorhabens „Digitales Alpendorf“ entstanden, das die ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel in Zusammenarbeit mit dem Technologie Campus Grafenau seit 2018 durchführt. Das von der Bayerischen Staatsregierung geförderte Projekt setzt auf altbewährte analoge Strukturen auf und ergänzt diese durch digitale Elemente wie Plattformen, Apps oder Sensoren. 

Text: Technologie Campus Grafenau